Freitag, 6. Januar 2012

Presseschau Wulff


 Lesenswert !
Ein kleiner Überblick, wie die Presse das Thema "Wulff " sieht :
 
Zum Fremdschämen

„Ein Präsident, der um Verständnis bittet und um Entschuldigung. Ein Präsident, der seine Familie nach vorne schiebt. (...) Einer, der sich am Ende selbst freisprechen muss, weil es kein anderer tut. Zum Fremdschämen.“
(Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

Wer glaubt ihm noch?

„Wulff klammert sich ans Amt, weil er nicht wie sein Vorgänger Horst Köhler als ein Gescheiterter enden will. (...) Wer glaubt ihm noch, wenn er von Anstand, Moral oder Redlichkeit spricht? Dass er dennoch im Amt bleiben will, ist weder für ihn noch für das Land eine gute Nachricht.“
(Mannheimer Morgen)

Nicht tragbar

„Das Staatsoberhaupt hat sein wichtigstes Kapital verspielt: Vertrauen und Integrität. Das höchste Staatsamt ist schwer beschädigt, auch wenn er selbst das nicht wahrhaben will. Ein Bundespräsident, der in seiner Vergangenheit über Verbindungen zu dubiosen Geschäftsleuten den privaten Vorteil gesucht hat und jetzt nicht davor zurückschreckt, mit der Kraft seines Amtes zu versuchen, Veröffentlichungen über seine Schnäppchen-Kredite und deren Vertuschung zu verhindern, ist nicht tragbar. “ 
(Schweriner Volkszeitung)

Nur noch eine Chance

„Es war kein durchweg souveräner Auftritt. Wulff hat noch einmal eine Entschuldigung ausgesprochen, diesmal für den Umgang mit der Presse. Eine weitere Runde von Entschuldigungen möge dem Land erspart bleiben. Stattdessen möge der Bundespräsident zeigen, welche Qualitäten noch in ihm stecken. Die Weisheit, den richtigen Maßstab für Besonnenheit unter schwerem Druck zu finden, sei Christian Wulff zu wünschen. Er hat nur noch eine einzige Chance.“
(Welt)

Beschämend

„Was der Mann aus Osnabrück sagte, war beschämend. Seine zinsgünstigen Kredite seien nichts Ehrenrühriges, kostenlosen Urlaub bei Freunden würde er immer wieder machen. Wulff bleibt sich auf fatale Weise treu. Damit kann er das Ansehen seines Amtes nicht wiederherstellen.“ 
(Heilbronner Stimme)

Zu klein fürs Amt

„Ein Bundespräsident kann sich nicht leisten, was Wulff sich wohl in einem Anfall von Panik geleistet hat. (...) Die Wogen mögen sich glätten, wenn nicht neue unangenehme Details aus seinem Privatleben an die Öffentlichkeit kommen. Aber die Geschichte wird sich für immer an einen Bundespräsidenten erinnern, der am Ende doch viel zu klein war für dieses große Amt. Das ist bedauerlich.“ 
(Westdeutsche Zeitung)

Selbst begnadigt

„Er ist ein Präsident, der sich in seiner Schwäche an seinem Amt festhält, weil ihm das Amt den Halt gibt, den er ansonsten nicht hat. Der Bundespräsident übt, so steht es im Grundgesetz, das Gnadenrecht aus; Christian Wulff ist der erste Bundespräsident, der sich selbst begnadigt.“
(Süddeutsche Zeitung)

1 Kommentar:

Michael hat gesagt…

Hi,

ist das vielleicht interessant für euch ?

http://www.gehalt.de/news/Christian-Wulff-Arbeitszeugnis

Geht hier um ein Zwischenzeugnis mit dem Titel "...ausgestellt vom Volk". Ist eigentlich ganz amüsant.

VG
Michaek