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Donnerstag, 19. Dezember 2019

Deutsche Depressionisten B2


Es hat und niemand gefragt
wir hatten noch kein Gesicht
ob wir leben wollten oder nicht
hin und her und hin und her gerissen
zwischen verstehen wollen handeln müssen
keine Liebe keine Arbeit kein Leben
an meinem Kissen schlag ich mir den Kopf auf
und wenn der Tag kommt bleibt es kleben
und der Staat ist kein Traum
sondern bleibt wie mein Kissen
ein meich gestaltender, die Fäden, die rissen
und Welt verwaltender Zustand
der sich durch mich und mich bewegt
durch Gedanken aus Stein aus Licht eine Mauer
eine Sonne aus Eisen eine Sprache aus Trauer
Eine eigene Geschichte
aus reiner Gegenwart
sammelt und stapelt sich
von selbst herum um mich
während ich durch die Gegend fahr...

Band:   Blumfeld
Song:   Eine eigene Geschichte
Album : L´etat et moi
Veröffentlicht: 1994

Donnerstag, 6. Juli 2017

Ka-Bumm-tar

💥Schlafwandeln wir in den nächsten großen Krieg ?
Die Lage in Katar wird unterschätzt.
Wenn dieses kleine Land mit den riesigen Öl und Gasvorräten
so von den Nachbarländer geschnitten wird,
muss das Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft haben.
Und wenn es manchem großen Land ans Geld geht,
gibt es halt Krieg.
Das zeigt die Geschichte.
Und wenn ein börsennotiertes Unternehmen
"Katastrophe" schreit, könnte der eine oder andere
Cowboy der Politik schnell den Abzug ziehen.



Mittwoch, 13. April 2016

Alles ist möglich

Der alte Mann saß in der U-Bahn.
Er hatte einen Sitzplatz ergattert.
Der Platz neben ihm war frei.
Er fand, daß er meistens Pech mit seinen Sitznachbarn in der U-Bahn hatte.
Die einen zu Dick oder mit zu viel Gepäck.
Einge waren zu laut.
Aber meistens waren es die Gerüche der Mitfahrer die ihn störten.
Diesmal hatt er kein Pech,
dachte er zuerst als sich eine junge Frau neben ihn setzte.
Sie war ruhig, nicht zu dick
und sie roch sogar gut.
Hm, dachte der alte Mann,
wenn sie sich jetzt noch mit mir unterhalten würde.
Er hatte schließlich eine lange Fahrt vor sich
und ein bißchen Small-Talk würde die Fahrt verkürzen.
Doch die junge Frau spielte ein Spiel auf Ihrem Smartphone.
Sie hatte also Unterhaltung.
Der alte Mann nicht.
Er stierte ins nichts.
Dann geriet die U-Bahn in ein äußerst seltenes
"alles-ist-möglich-Zeit-Raum-Verschiebedingsbums"
 Der alte Mann saß in der U-Bahn.
Neben ihm die junge Frau.
Jetzt hatte sie  kein Smartphone.
Dafür starrte sie gerade aus.
Dann wandte sie sich an den alten Mann:
Wissen Sie, mir fehlt mein Smartphone.
Ich spiele so gerne. Es lenkt mich ab.
Besonders wenn der Arbeitstag stressig war
hilft es mir beim abschalten.
Beim Stressabbau. Ich mag die bunten Bildchen.
Es gibt mir eine tiefere innere Ruhe.
Nur ein Spielchen denke ich oft.
Dann höre ich nicht auf zu spielen
und verpasse auch schon mal meine Haltestelle.
Sie müssen wissen, dass mein smartphone in
Reparatur ist. Zuviel gespielt sagt mein Freund.
Wahrscheinlich sagt er das nur um mich zu ärgern.
Oder einfach weil er mehr Aufmerksamkeit einfordern will.
Aber ich glaub das ist nur so ein -ähm-
Schicksalsdings, damit ich nicht täglich spiele
und mich wieder mit meiner Umwelt auseinandersetze
mich mit fremden Menschen -
wie jetzt gerade mit Ihnen- unterhalte
und all so Sachen, die normale Leute angeblich machen.
Doofes Schicksalsdings.
ich vermisse mein smartphone sehr...
bla bla...
Bla Bla.
Der alte Mann stierte nun geradeaus
und wünscht es würde so was wie ein
Alles-ist-möglich-Zeit-Raum-Verschiebedings geben.




in irgendeiner Welt muss es fliegende Superhelden geben




Donnerstag, 30. Juli 2015

wenn nachts die Preussen

„Ich wollte es wäre Nacht, und die Preußen kämen“
Artur Wellesley. (Herzog von Wellington) 

Ja,
 denke ich
wäre es doch Nacht
und die Preussen kämen.
aber das ist eine andere Geschichte.
ja. wäre es doch Nacht.
und die Preussen kämen.
Dann könnten Sie mir das alles noch mal erkären.
Wie das so war damals.
Mit dem Krieg.
Und den Verbündeteten.
Eine Geschichte aus der Geschichte.
Mein Geschichtslehrer hat es ja nie geschafft mich für Geschichte zu interessieren.
Obwohl ich Geschichten mag.
Und alte Geschichten mag ich sehr.
Aber die einen waren zu alt.
Und die anderen wiederholten sich dauernd.
Guckt doch keiner Wiederholungen.
Warum sollte man den Geschichte anhören die sich wiederholt ?
Manches wiederholt sich halt im Leben.
Aber auch das ist eine andere Geschichte...
aus einem anderen Leben ...
so  kommt es mir vor...
Geschichte wiederholt sich sagt der Geschichtslehrer
um die Eintönigkeit seiner Selbst schön zu reden.
Geschichte kann spannend sein
wenn man sie nicht an Zahlen und Namen nagelt
sondern den Sinn der Geschichte herausstellt.
Damit man aus der Geschichte lernt.
Damit sie sich nicht wiederholt,
wenn es nicht gewünscht ist.
Geschichtslehrer sind nicht unbedingt begnadete Geschichtenerzähler.
Das ist meine Geschichte zur Geschichte
und ich hoffe sie wiederholt sich nicht.

Geschichte neu gewürfelt  ohne Faden ohne Ziel



Donnerstag, 23. Juli 2015

Einleitung Smarrito

Ein zerknickter Zettel an einem hölzenem Gartentor.
SMARRITO
Darunter das Bild einer Katze.
soso, denke ich mir.
ist der Kleine "Smarrito" ausgebüxt.

Aber welch schöner Name auch für eine kleine Katze : Smarrito.

Wenige Tage später ließ uns das Wörterbuch dann doch umdenken.

Smarrito bedeutet soviel viel : entlaufen, verlaufen, verloren, verirrt.

Die Smarrito Katze hatte einen ganz anderen Namen.

Schade.

Aber da war "Smarrito" schon in meinem Kopf.

die Umrisse sind schon erkennbar





Donnerstag, 2. April 2015

Frohe Ostertage

Warum der Hase die Eier versteckt


die Vorgeschichte :
Ostern ist ein christliches Fest.
Die Katholiken haben damit angefangen.

In der Zeit vor Ostern wird gefastet.
(6 Wochen an Aschermittwoch geht es los)

früher haben die Menschen dann auch auf Eier verzichtet.
Diese Wurden dann nach der Fastenzeit an Ostern gegessen.

Zuerst war das Ei! 


Um die Eier haltbar zu machen wurden sie vorgekocht.

Um die "alten" Eier von den Frischen zu unterscheiden wurde die Eier eingefärbt.

und wie kommt der Hase nun an die Eier ? 


>>>Für den Osterbrauch, dass ein Hase Eier bringt, gibt es viele Erklärungsansätze. Zum einen existierten in damaligen Religionen Göttinnen, deren Symbol der Hase war - wie etwa die griechische Fruchtbarkeitsgöttin Aphrodite und die germanische Erdgöttin Holda. Holdas Zeichen war nicht nur der Hase, sondern auch das Ei. Dennoch kann man nicht mit Sicherheit sagen, dass hier der Ursprung der heute bekannten Tradition liegt.
Ebenso ist es möglich, dass der Hase einer "schlechten Zeichnung" des Osterlamms entsprang und fälschlicherweise in dieser Form weiter verbreitet wurde.
Oder aber es waren Protestanten, die sich damals vom katholischen Fest abgrenzen wollten und so auf die Idee kamen, einen Hasen die Eier bringen zu lassen.
Vielleicht rührt es aber auch daher, dass Hasen sehr scheue Tiere und nicht oft zu sehen sind. Im Frühling sind sie jedoch aktiver und häufiger auf Feldern und in Gärten unterwegs - zwangsläufig in der Nähe der Menschen. Sowohl Hase als auch Ei stehen jedenfalls für die Fruchtbarkeit und somit in Zusammenhang mit dem Frühling und dem Osterfest.
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Quelle :helles Köpchen.de 

Donnerstag, 4. Dezember 2014

vorweihnachtspost

Weihnachtscountdown
eine kleine Geschichte
um die Zeit bis zum heiligen Abend gut zu überbrücken

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Eine alte Dame setzt sich in ein Café. Die Kellnerin bringt ihr die Menü-Karte und fragt nach, was sie denn bestellen möchte.
Die alte Dame fragt „Wie teuer ist bei ihnen ein Stück von der Torte“?
Die Kellnerin antwortet „3 Euro“
Die gebrechliche alte Dame holt einige Münzen aus ihrer Tasche und beginnt langsam zu zählen. Dann
fragt sie wieder „Und wie teuer ist bei ihnen ein einfaches Stück Kuchen?“
Die Kellnerin war etwas gestresst, da sie ja noch viele Tische bedienen musste und antwortete sehr ungeduldig: „2 Euro“.
„Das ist gut, dann nehme ich gerne den einfachen Kuchen", antwortete die alte Dame.
Die Kellnerin brachte ihr genervt den Kuchen und legte gleich die Rechnung hin. „Immer diese geizigen Leute“, murmelte sie leise vor sich hin.
Die alte Dame aß ganz langsam und genussvoll den Kuchen, stand langsam auf, legte das Geld auf den Tisch und ging.
Als die Kellnerin nun den Tisch aufräumen wollte, stellte sie fest, dass die alte zerbrechliche Dame ihr 1 Euro Trinkgeld hingelegt hat.
Sie bekam vor Rührung Tränen in die Augen. Aber es war zu spät um sich bei der alten Dame zu entschuldigen. Sie begriff schmerzhaft und sich schrecklich mies fühlend, dass die alte Dame sich mit einem einfachen Stück Kuchen begnügte, um der Kellnerin Trinkgeld zu schenken!
Diese rührende Geschichte zeigt uns deutlich, dass wir nicht vorschnell urteilen dürfen ! Denn bevor Du über jemanden urteilst, schau hinter seine Mauern. Erkenne seine Ängste und Sorgen. Dann wirst Du sehen, wie zerbrechlich der Mensch hinter der Maske ist...
 <<<





Verfasser der Geschichte ist mir unbekannt.
Sollte er mir bekannt werden reiche ich das nach.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Saurer Regen


>>>

Leg Dein Ohr auf Schiene der Geschichte

...

you're just a part of it so get to the heart of it
'cause if you don't go you won't know
you're just a part of it get to the heart of it
'cause if you don't go you neverever gonna know

...

 dreiundachtzig angst macht sich breit drei jahre später tschernobyl
seveso sowieso weh' dem der noch atomstrom will
kennt ihr die bilder der missbildeten babies durch chemie
kennt ihr die villen der millionäre aus der industrie
wir spielten draussen fussball als der erste regen kam
es ist ein zufall dass wir aus 'ner and'ren gegend war'n

...
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Freundeskreis "Leg Dein Ohr auf die Schiene der Geschichte"

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Ich lese den Nachrichtenticker (STERN)  :

Jazeniuk: Es gab Atomunfall im Südosten der Ukraine

mir bleibt das Herz stehen und mir kommt der Text von Freundeskreis wieder in den Sinn.

Lernen wir irgendwann aus der Geschichte oder überlebt die Menschheit irgendwie alles ?

die Schiene der Geschichte dreht sich weiter





Mittwoch, 30. Oktober 2013

Hand aus Holz



Hand aus Holz

Als ich klein war, also so Kindergarten-Grundschulalter in etwa, da habe ich immer mit diesen Gummiringen gespielt . Rote Gummiringe. Damit konnte man die tollsten Dinge tun. 

Rumflitschen lassen. Oder Papierpfeile damit schiessen. Oder sich um irgendwelche Finger, Hände, Füße binden.  Es gab soviel was man mit diesem herrlichen Spielzeug anfangen konnte. 

Wenn ich mir einen Gummiring doppelt um das Handgelenk gewickelt hat- hach wie toll sah das aus !- da kam schon einer von den Eltern an und sagte „Mach das nicht ! Sonst bekommst Du später eine Hand aus Holz.“

Das sollte mir Angst machen. Eine unbewegliche Hand aus Holz. Was meine Eltern meinten und was ich verstand unterschied sich dennoch. 

Denn in meiner Vorstellung verwandelt sich meine echte Hand aus Fleisch und Blut in eine Hand aus Holz…. Und man kann bei der Verwandlung zusehen . Wie aus meiner Hand langsam ein Stück Holz wird… Wenn man nur lang genug diesen Gummiring um das Handgelenk trug. 

Nun bin ich erwachsen und weiß was meine Eltern damals meinten mit der Hand aus Holz.

Doch gerade jetzt wünschte ich mir eine solche starke Hand aus Holz.

Eine Hand die anderen wehtut wenn man damit zuschlägt.

Eine Hand aus hartem Holz, so wie ein Baseballschläger nur als Hand.

Damit möchte ich kräftig zuschlagen.

Auf die bösen Geister, auf die bösen Menschen, auf alles was sich mir in den Weg stellt.
Immer feste drauf.

Mit der Hand aus Holz.

Gedankenverloren lasse ich den roten Gummiring wegflitschen und lächele dabei.
Manches klappt nie.
 Manches ändert sich nie.
Ich nehme mir den nächsten roten Gummiring und träume noch ein bißchen vor mich hin.

... so kurz vor Halloween ...

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Der Schaum der Tage

"Alles ist wahr. Denn ich habe alles erfunden. "
Boris Vian

jetzt im Kino 
Regie : Michel Gondry


„Es hat tatsächlich den Anschein,
dass die Massen im Unrecht sind
 und die Einzelnen immer recht haben.“
Boris Vian
>Der Schaum der Tage<
„Man muss sich hüten, daraus Verhaltensregeln abzuleiten. . .
Es gibt nur zwei Dinge:
die Liebe, in allen Spielarten, mit schönen Mädchen
 und die Musik von New Orleans oder Duke Ellington.
Alles übrige mag verschwinden.“


Mittwoch, 10. Juli 2013

Bad story

Ich sag zwar immer,  das Leben schreibt die besten Geschichten
und mische deswegen schon mal ein bißchen Wahrheit in meine Geschichten ein,
damit sie besser sind als die Geschichten einfacher Geschichtenerzähler.
Und nun wird mir eine Geschichte auf dem Silbertablett serviert,
die so wahr und traurig und tragisch ist,
daß ich mich nicht traue sie zu erzählen.
Wenn die Geschichte einem Hollywooddrehbuchautorem
eingefallen wäre, hätte man ihn wahrscheinlich nur noch
mittleidig als kranke Person mit krass kranken Gedankengängen bezeichnet.
Wenn mich also der Teufel des Geschichtenerzählens reitet und
ich diese Geschichte veröffentliche bitte ich um Rücksicht.
Ich werde also so tun als sei sie erfunden.
Aber sie ist wahr
sie ist traurig
und tragisch.
Und es ist traurig und tragisch, daß sie wahr ist.
wartet nur ab....



Freitag, 31. Mai 2013

until the end

 

 Eine Geschichte die keine Ende nimmt (1)


"wer jammert, hat noch Reserven"

Karen Duve


___________________________

immer dran denken, denke ich selbstironisch
wegen meines ständigen Gejammers,
über die Schmerzen die mein Leben so unerträglich machen,
meine aber all die anderen  Nörgler und
ewig Unzufriedenen, sowie jene denen
das Talent zum Glücklichsein selbstverschuldet
 abhanden kam.

Man jammert selber ständig,
im Kopf bleiben aber immer die anderen
Die Unzufriedenen, die Nörgler,
die man immer überall trifft
in der Nachbarschaft, auf der Arbeit
Vor oder hinter mir an der Supermarktkasse
In jedem Restaurant
Oh wie oft wollte ich schon quer durchs Restaurant schreien
"Dann ess doch zu Hause, wenn Dir auswärts nichts schmeckt
bleib doch zu Hause
und mach Dir ein Toast in der Mikrowelle
Du kulinarischer Banause
Und mach hier nicht die Welle"

Nun könnte auch jemand rumjammern,
das ich Welle auf Welle reime
aber das wollen wir jetzt mal nicht hochkochen
schon gar nicht mit der Mikrowelle.

Soll ja Menschen  geben
 die ihr Wasser in der Mikrowelle erwärmen
ich hoffe das liegt nur an den Umständen
(keine Herdplatte, kein Wasserkocher)
statt an der Zeit in der wir leben
oder Fähigkeiten des Kochs.

Aber warum sollte man sich den aufregen
wenn sich wirklich jemand das Wasser anders erhitzt ?
"wegen der Schädigung der Umwelt, Du Bachel"
entfährt es dem Teufel der auf meiner Schulter wohnt
und der nicht einsehen will
Ungerechtigkeit kommentarlos zu ertragen.

Hass und Zank
denke ich, machen uns krank.
Denke, das es bei den Enten anders ist.
Aber wirf  mal einem Rudel Enten
3 kleine Stückchen Brot zu.
Dann siehst Du was von wegen
ruhige friedliebende Tiere.

Ja, die Enten,
die haben schon was
denke ich wieder
aber nicht das.
Frieden verträgt sich nicht mit Futterneid.

War es das ?
Der Futterneid ?
der Grund der Völker durch die Lande ziehen liess ?
Ständig auf der Suche nach dem größeren Stück Kuchen.
Denke wieder an meine Waffelabhängigkeit.
Könnte ich schon mal einen für..- ähm ...wegschubsen.

Und was hat man davon ?
Erst will man fressen,
mehr fressen als der andere
und nachher jammert man rum das man zu dick ist.
Nein heute gibt es keine Kriege mehr.
Wir jammern ja jetzt schon.



das Ende endet meistens unten


Enten kommen auch in dieser Geschichte vor :
 wie die Enten 





Mittwoch, 20. März 2013

Ach Du dickes Ei

20. März 
heute ist Weltgeschichtentag. 
Da ich es gerade erst erfahren habe,
muss ich mir schnell eine kurze Geschichte 
aus dem Hut zaubern. 

Aus dem Hut zieht der Zauberer ja oft einen Hasen. 
und pardautz : Es ist doch bald Ostern...

_____

Ach Du dickes Ei


Vor langer Zeit war die Osterwelt noch in Ordnung.
Jerome war ein Osterhase alter Schule.
Er arbeitete bei seinem Onkel in der kleinen Ostereierfärbewerkstatt in der Glockengasse
gleich neben den glücklichen Hühnern. 
Hier wurden die Ostereier noch alle per Pfote individuell gestaltet. 
Aber die Zeiten ändern sich und die ersten Ostereierfärbefabriken nahmen den Betrieb auf.
Dort werden die Ostereier auf dem  Fließband in bunten Farben angesprüht.
Schön ist anders. 
Schön waren die Eier aus der  kleinen Ostereierfärbewerkstatt in der Glockengasse
die mit dem großen Schild
"Echte Ostereier vom Osterhasen frisch angemalt"

Ja, den Laden musste man mögen. 
Aber die Eier aus der Fabrik waren natürlich um einiges billiger, weil die Färbemaschienen ja nur etwas Öl brauchten. Ein echter Ostehasen brauchte natürlich mehr. 
Große Möhren, kleine Pinsel, schöne Farben
und viel Zeit für die Kreativität und noch mehr Möhren.
Jerome und sein Onkel malten mit Hingabe die vielen Eier in den buntesten Farben und den schönsten Muster an. Kein Ei glich dem anderem. Das soll was heißen. 
Und Jerome und sein Onkel wollten den Kunden ebenso billige Eier anbieten wie die Fabrik.
Das ging natürlich nicht gut. 
Für ein echt schönes Ei an Farbe oder Zeit sparen
und die Liebe und Hingabe die in so einem echten selbstgefärbten Osterei stecken...
Nein. Damit waren die beiden Ostereieranmaler nicht zufrieden. 
Und die Kunden auch nicht. 
So kam man zu dem Schluss, daß man die Ostereier so wie bisher anfertigen würde :
Mit neuen Ideen und vielen Farben. Dazu Muster die keine Maschine je sprühen kann. 
Mit Leidenschaft und Lust. Dazu die Liebe zum Detail.
Ja. So sollten die Eier aus der Ostereierwerkstatt wieder aussehen.
Die Kunden freuten sich wieder über die prachtvollen Ostereier
und dankten es den fleißigen Osterhasen.


Kein Ei wie jedes andere

Die Eier aus der Fabrik kauften fortan nur noch Menschen,
die den Glauben an den Osterhasen schon verloren haben
und aufgehört haben diesen wieder zu entdecken zu wollen. 
Es wäre schön wenn es anders wäre.
Es wäre schön wenn wir diesen Menschen helfen könnten
wieder an den Osterhasen zu glauben.