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Dienstag, 6. Januar 2015

dieser duft

aaahhhhh
ja natürlich
sie mochte diesen Duft
er machte sie verrückt
dieser süße verwegene Duft
von frisch gedachten Gedanken
Zimt, Koriander, Lavendel, Krokus, Melone,
mit etwas Sandelholz und Birkenrinde verfeinert
an windstillen Tagen konnte man noch mehr Duftnoten entdecken
Hyazinthen, Brombeere, Vanille,
und wenn die Nase einen guten Tag hatte
war auch ein kleiner Hauch von frischen Tautropfen zu riechen.
Sie mochte diesen Duft an ihm.
Den er immer wieder, beiläufig wie ein altes T-Shirt an sich hatte.
Sie saugte ihn ein diesen Duft.
Wünschte sich diesen Duft für immer riechen zu können.
Noch einmal
einatmen  und einsaugen.
Dann stiess sie ihn von sich.
Diesen Schuft.

short story 2 enorm olfaktorisch

Montag, 5. Januar 2015

02:26

ach tat das gut !
Noch mal zu lachen.
richtig herzhaft zu lachen.
ein reines freies Lachen.
schwerelos
gedankenfrei
Lachen
glucksen
nach Luft schnappen
weil es nicht mehr aufhört
das Lachen
wie von selbst ist es zurück
so als wäre es nie weg gewesen.
Sie strahlte vor Glück.
dann schaute sie an sich herab.
Sie erkannte ihre eigene Hand nicht mehr
und was in ihrer Hand lag
liess sie dann wieder frösteln.
es tropfte immer noch auf den Fussboden.
Die Uhr leuchtete in der dunklen Küche
02:26

first short story in 2015




Dienstag, 8. April 2014

the smashing banana

(der Albtraum aus der Nacht in der es so stürmte)

breit und grün lag das Tal vor uns
und friedlich
Die Stille war greifbar
Die Wärme tat gut auf der Haut
Ein wunderschöner Tag in einem schönen Tal
Rechts und links waren die Hänge mit Bäumen bestückt.
Wir gingen immer weiter geradeaus
Ein Gelber Schatten auf der rechten Seite verwirrt uns
war das eine Banane ?
Wir suchten die Baumspitzen ab
wo war das Ding hin ?
Wir hörten den Krach von gebrochenen Zweigen
Das Geschrei von vielen Menschen
sahen aber erstmal nichts
Dann sahen wir das Ding wieder
Ein Heißluftballon in Form einer Banane
eindeutig selbstgemacht mit vielen Flicken
So schwebte es kurz über den Baumkronen
an der Banane hing ein Baumstamm
darauf saßen viele Leute.
Der Ballon begann zu steigen
und ich hatte selten etwas Schöneres und
erhabeneres gesehen.
Dann riss die Banane auseinander
Der Stamm drehte sich
Die Köpfe der Menschen zeigten nach unten
und der Stamm rasste auf die Erde zu.
 Bevor uns klar wurde was gerade passierte
kam nun Unheil von vorne auf uns zu.
Wir trauten unseren Augen nicht.
...

Herrlich harmlos beginnen die meisten Träume

Montag, 17. Dezember 2012

Der Wendepunkt

Manchmal kann man nachher nicht mehr sagen, wann das alles angefangen hat. Ob es ein schleichender Prozess war der das Leben auf den Kopf stellte, oder ob es wirklich einen Moment gab, der einfach alles änderte und somit rückblickend als Wendepunkt im Lebenslauf eingetragen werden kann.

Er war verunsichert, wie immer wenn er beim Arzt war. Ärzte und Krankenhäuser - davor hatte er einen Heidenrespekt. Dieser Geruch. Diese Förmlichkeit. Ein Ort wo Lachen verboten schien.Dort wo eine ernste Miene zum guten Ton gehörte. D a s  war nicht seine Welt und würde es nie werden.
Dies war der Punkt in dem er sich täuschte. Ärzte sollten ihn auf seinem Lebenseweg von nun an regelmäßig begleiten.
Der Neurologe hatte einige Tests mit ihm  durchgeführt und nun sollte er in einen Apparat steigen und seine metallischen Gegenstände abgeben, die das Messergebnis beeinflussen könnten.
Dies war der Wendepunkt.
Obwohl er und der Arzt wussten, daß er eine unheilbaren Krankheit in sich trug, die durch Alkohol ausgelöst wurde, hatte er sich noch nicht vom Alkohol verabschieden können.

Die Diagnose war schon einige Wochen her, aber  er mochte die Konsequenz des Ergebnisses nicht.

Er dursuchte seine Taschen und brachte Schlüssel, Münzen und eben auch zwei Kronkorken einer bekannten Biersorte zum Vorschein, die er nun dem Arzt überreichte.
Der Arzt suchte den Blickkontakt, konnte ihn aber nicht herstellen. 
An diesem Vormittag in einer Arztpraxis in der Vorstadt hatte es nun "klick" gemacht.
Klick Klick.
Der Arzt schien die Kronkorken mit Qui-Jong-Kugel zu verwechseln, was die Situation insgesamt aber nicht entspannter werden liess.
Klick Klick.
Es war zwar nur ein leises Klick, aber es war metallisch und der Kneipengeruch der dem Geräusch anhaftete war nicht einfach so abzuschütteln. Es würde schwierig werden seinem Leben einen neuen Mittelpunkt zu geben.

spätestens da war die Sache klar



Mittwoch, 12. Dezember 2012

Orientierungslos

tapfer trotte ich durch die graue Vorstadt
in der ein Haus dem anderen ähnelt.
Ich weiß nicht wie lange ich schon unterwegs bin
auf der Suche nach meinem Auto.
 Für mich ist es ein ärgerliches Suchen,
für andere wäre es eine unangenehme Wanderung.
Überlege wann ich das letzte Mal
lange gewandert bin. 
Als ich Hunger bekomme
muss ich wieder an damals denken,
an den Wandertag in der Schule
als uns unser -auf dem Papier-
ortskundiger Klassenlehrer im heimischen Wald
gestehen musste, daß er auch nicht mehr wußte
wo er war.
Damals hatte ich auch Hunger,
schlimmer als das Gefühl nicht mehr
nach Hause zu kommen.
Hunger zu haben ... in diesem Land...
in dieser Gegend ... heute unvorstellbar.
ist ja auch lange her ... die Schule .
In einer Zeit in der es keine Handys gab,
warteten besorgte Eltern stundenlang
vor der Schule auf ihre Kinder.
Außer meinen Eltern.
Die hatten nie Zeit Angst um mich zu haben,
rede ich mir noch heute ein.
Drehe jetzt  noch eine Runde und frage mich
ob ich jemals vorher schon in dieser Strasse war.
Wo bin ich denn ... jetzt schon wieder ?
Wie es anfing :
Ich verlasse das Haus
schaue mich verwundert um und sage laut :
"Und wo ist jetzt mein Auto"
Der Mann, der das hört entpuppt sich
als Witzbold
weil er kurz danach
nur zum Spass
per Fernbedienung sein Auto öffnet
-Plopp -
und wieder schliesst
-Plopp- - Plopp-
witzig
sehr witzig.
habe noch genug Zeit darüber zu lachen.
Manchmal wünscht manch sich
die Realität wäre ein Traum.
Es gibt ja auch Menschen,
die andersrum immer denken :
Ach wäre doch mein Traum Realität.
Dazu gehöre ich nicht
ich trotte tapfer weiter
ich werde mein Auto finden
und wenn es das letzte ist was
ich vor Sonnenuntergang erledige.


auf neuen Wegen -unterwegs- zu altvertrautem


die Geschichte ist in Schleifenform aufgebaut,
ähnlich der Schleifen die ich durch diverse 
Seitenstrasse auf der Autosuche ziehe.

Gedankenschleifen schleifen lassen
und schleifende Schleifgeschichte verfassen



Donnerstag, 12. Juli 2012

Äffchen 4

Mist.
Der Abend schien in eine Katastrophe zu schlittern.
Sie kannte die Beatles nicht.



Ihm wurde schwummerig. Er glaubte den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Er selbst war so was wie das wandelnde Beatles Lexikon.
Die Beatles sollten ihm helfen, sie hatten ihn sein
ganzes Leben begleitet und er liebte sie.
Die Beatles und die Frau die ihn jetzt verunsichert anguckte.

Zu ihrem Date hatte er das "weiße Album" aufgelegt.
Vinyl. Was sonst.
2 Scheibe . 1 Seite .
Bei Song  "Everybody’s Got Something to Hide Except Me and My Monkey"
sagte sie :
"Schöne Musik ..."
Ja. Ja. Ja!!!
Er: "ja . ein unglaublicher Song und so witzig"

"witzig ?  egal. schöne Musik . . . von wem ist das ?"
was ! was ?
gut vielleicht waren Ihre Englischkenntnisse nicht so gut
oder sie hatte nicht richtig hingehört.
Aber sie kannte den Song nicht .
Er hörte sich sagen:
"the Beatles - der Song heißt :
 Everybody’s Got Something to Hide Except Me and My Monkey"

Noch bevor er "vom weißen Album, daß eigentlich "the Beatles" heißt,
aber wegen dem weißen Cover von allen Fans nur "das weiße Album" genannt wird" sagen konnte, meinte Sie:
"Lustig . Ich mag Äffchen"
War das doch nicht die größte anzunehmende Katastrophe,
ja vielleicht sogar ein Anfang ?
Schnell den Themenwechsel zum Thema Zoo
bevor sie den Text  von folgenden "sexy Sady" auseinandernahm.
Puuh.
Bei "Helter Skelter"   fühlte er sich besser.
bis sie fragte " Hey !  das ist doch von U2, oder  ?"
Auuuu. Es wurde ihm kurz schwarz vor Augen.
Aber immerhin hatte sie irgendwann in ihrem Leben schon mal
Musik gehört und sich einen Interpreten gemerkt.
Ein Anfang.
Gab es etwa etwas das größer als Musik war ?

Nun er war verliebt und die
Erde war ja auch durch den Urknall entstanden.

 Das wandelnde Beatles-Lexikon würde ihr viel erklären müssen.

was hat dieser Affe zu verbergen ? 


Mittwoch, 30. Mai 2012

50 cent i meter


I.

Amores Perros  (op Kölsch ) (1)

Es ist noch diesig grau. Man weiß nicht wie das Wetter wird.
Der Verkehr in die Stadt quält sich. Immer wieder staut es sich  vor den Roten Ampeln.
Mir macht das nichts, denn ich summe frohgelaunt zu
GET WELL SOON
(You cannot cast out the demons (you might as well dance)  )
Im Schneckentempo vor der nächsten roten Ampel halte ich die Lücke zum Auto vor mir etwas größer um  einen netten alten Mann mit seinem strubbeligen Hund über die Strasse zu lassen.
Ich werde mit Vollgas von einem Vollidioten überholt der wohl auf die Linksabbiegerspur möchte die in 50 Metern beginnt.
Ich hatte es doch nur gut gemeint.
Versuche den fassungslosen Blick des Hundebesitzers zu deuten.
An was wird er wohl gerade denken, jetzt wo sein Hund nur noch ein blutender Klumpen ist.
Kein nervenzerreißendes Jaulen oder Jammern.
Nur ein kurzer lauter dumpfer Knall.
Das wars.
Mir wird wieder bewusst, was ich an Städten nicht mag :
Den Berufsverkehr.



diese Geschichte ist ca. einen halben Meter
 von der Wahrheit entfernt. 

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„Amores Perros scheint der erste Klassiker des neuen Jahrhunderts zu sein, mit Szenen, die wahrscheinlich in die Geschichte eingehen werden.“  New York Times 
die New York Times meint vermutlich den Film "Amores Perros" hat aber so oder so Recht.