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Freitag, 15. November 2019

Titelreservierung Meer

Buchtitel: 

Oberflächlichkeit

oder

Das Meer in mir 


Buchklappentext:

Wenn einen ein anderer Oberflächlich nennt, kommt man ins grübeln.
Bin ich nicht, wie der Seemann sagt, die unruhige See.
Glatte Oberfläche, beruhigend und schön.
Aber in der Tiefe liegt ein Gefahr und ein Geheimnis.
Je tiefer desto gefährlicher.
Ist es nicht Selbstschutz nur die glatte Oberfläche zu zeigen?
Und wenn ein anderer nur die Oberfläche sieht,
hat er dann einfach nur keine Lust tiefer einzutauchen?
Möchten die Menschen wirklich tiefer eintauchen in ihre Mitmenschen?
Oder bleiben alle sicher oben in ihren schönen Ruderbooten?
Das Meer in mir wirft wellengleich immer neue Fragen auf.

Autor:               Dr.Brot




Mittwoch, 17. Dezember 2014

vorweihnachtszorn

"An Zorn festhalten
ist wie Gift trinken und erwarten,

dass der Andere dadurch stirbt."


- Buddha
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um mit dem Zorn umzugehen kommt nun eine kleine Zen-Geschichte :
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Das leere Boot

Ein Schüler fragte seinen Meister, wie er besser mit Zorn umgehen könne.
Der Zen-Meister antwortete:
„Stell Dir vor, es ist ein nebliger Tag. Du bist mit Deinem Boot draußen auf dem See. Durch den Nebel kannst Du kaum etwas erkennen. Bis plötzlich ein anderes Boot durch die Schwaden genau auf Dich zukommt.
Du wirst zornig. Du denkst: na so ein Arsch, ich habe erst gestern mein Boot neu angestrichen … und schon kracht das fremde Boot in Deins hinein. Du kannst die frische Farbe, die Du gestern so mühevoll aufgetragen hast, geradezu abblättern hören. Zorn!
Dann schaust Du genauer hin und siehst: das andere Boot ist leer. Niemand drin. Niemand, der Dich absichtlich gerammt hat.
Dein Zorn verfliegt. Du seufzt und denkst: ach was soll’s, dann muss ich demnächst eben noch mal streichen.
Die Sache ist für Dich damit gelaufen.“
Der Zen-Meister fuhr fort:
„So ist es mit allem im Leben und mit allen Menschen, denen Du begegnest:
Es ist, als würden wir von einem leeren Boot gerammt werden.“
Der Schüler sagte:
„Hmm, da ist was dran. Aber selbst wenn ich sehe, dass das Boot leer ist: ich werde erst einmal die ganze Welt verfluchen und mir einfach vorstellen, es säße jemand in dem Boot, der mir absichtlich schaden will.“
Da antwortete der Meister:
„Wohl wahr. So ticken wir Menschen. Doch je mehr wir üben, umso leichter können wir uns beruhigen und sehen, wie lächerlich und nutzlos es doch ist, an Zorn festzuhalten. Schuld ist immer das leere Boot.“
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