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Mittwoch, 10. August 2016

KriegMerkelSommerRuhe

Krieg! (es ist Krieg) na ja. Und jetzt?

Wir brauchen Lösungen.
"Ausländer raus" rufen ist keine Lösung.
Nichts tun ist keine Lösung,
auch wenn man es so perfekt löst
wie Frau Merkel
die so lange abwartet bis sich eine Lösung auftut
oder das Volk eine klare Meinung hat
die sie dann zu ihrer macht. 

Wir brauchen Politiker die nach Lösungen suchen.
Doch irgendwie tut sich nicht viel.
Gut, erst war EM, dann Tour de France und jetzt Olympia...
dazu noch Ferien...
Da kann man doch von keinem Politiker fordern sich auf seinen Job zu konzentrieren.
Oder machen jetzt alle die Merkel nach?
Abwarten.
Ferien geniessen.
oder
Abitur nachholen.
oder was man sonst so macht
wenn das Schiff auf dem man fährt
bedenklich schlingert.
So lernt man es ja auch:
im Ernstfall : Erste Regel:
RUHE BEWAHREN!

manches Land erscheint unvertraut, aber das macht ja nix weil man es ja kennen lernen kann



Donnerstag, 2. Juni 2016

In Orange kehren

"der große Besen
oder New York"
Ton Steine Scherben



Geradezu sympathisch wie der Mann in orange einen Besen benutzt.
Ja richtig.
Ein Besen.
Die jüngeren kennen das nicht mehr.
Die ganz jungen denken bei Besen an:
„Komm herbei, Kartoffelbrei.“
Die aber wissen doch gar nicht mehr,
dass Kartoffelbrei nicht aus der Tüte kommt.
Plastiktüten sind ja auch so ein Thema das nicht zur Ruhe kommt.
Gut das es noch Straßenreiniger gibt die einen Besen benutzen.
Schön diese Ruhe.
Nach dem Sturm.

Dienstag, 3. März 2015

Heroes del Silencio

Das Fernsehn ist schuld !
Die Erkenntnis ist nicht neu, doch trotzdem knallt die Entdeckung
wie ein Silvesterraketenfeuer durch meinen Kopf.
Wer zuviel Fern sieht, hat wenig Gelegenheit zu reden.
Wer zu wenig Gelegeneheit zum Reden hat,
freut sich wenn jemand zuhört.
Aber wenn der andere genauso tickt...
Eine Gesprächskultur basiert darauf,
dass einer redet und  einer zuhört.
Doch die Zuhörer sterben aus.
Sie halten es nicht lange aus.
Alles muss kommentiert werden.

Und genau solche Formate laufen den ganzen Tag im Fernsehn.
Es wird was (belangloses) gemacht, das wird kommentiert.
Von allen Betroffenen und vom Moderator bzw. dem Juror.
Es gibt unzählige gleichgeschaltete Formate.

Bauer sucht Frau, Das perfekte Dinner, Der Bachelor, "Dschungelcamp"
 4 Hochzeiten und eine Traumreise, Mieten-kaufen- wohnen, 
usw. usw.

z.B.
Der Bauer geht mit der Frau in den Schweinestall (damit ist nicht die Küche gemeint)
Der Bauer legt seine Gefühle dar "mal gucken wie sie sich anstellt"
Die Frau erklärt ihr Anliegen "Süße Wuzze aber stinken tun sie doch"
Die Moderatorin zieht das Fazit "Mal sehen was sich da entwickelt"

Eine stinknormale Sache wird von der Kamera begleitet und
von drei verschiedenen Menschen nacheinander kommentiert.
Nacheinander. Nicht Miteinander.

Jeder allein vor der Kamera.
Nur die Kamera hört zu...

...und die Fernsehzuschauer, die nicht ausschalten.

Ich reg mich darüber auf
aber keiner hört mir zu.

Ich sag nur "Bauer sucht Frau" (oder den Namen einer anderen Sendung)
und schon komm ich nicht mehr zu Wort.
Weil ja jeder die Sendung kennt
(obwohl er sie eigentlich nicht guckt)
und dann erzählt was er dort gesehen hat.

Jeder allein.
Nur  keiner hört mehr zu...

... und die Fernbedienung des Lebens nicht zur Hand

Es wird Frühling,
der Fernseher sollte nicht mehr im Mittelpunkt des Interesses stehen.


Tierdokus auf Sendern ohne Werbung : Unbezahlbar

Der Text strotzt nur so von Tippfehlern,
schuld ist auch hier
das Fernsehn.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

vorweihnachtszorn

"An Zorn festhalten
ist wie Gift trinken und erwarten,

dass der Andere dadurch stirbt."


- Buddha
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um mit dem Zorn umzugehen kommt nun eine kleine Zen-Geschichte :
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Das leere Boot

Ein Schüler fragte seinen Meister, wie er besser mit Zorn umgehen könne.
Der Zen-Meister antwortete:
„Stell Dir vor, es ist ein nebliger Tag. Du bist mit Deinem Boot draußen auf dem See. Durch den Nebel kannst Du kaum etwas erkennen. Bis plötzlich ein anderes Boot durch die Schwaden genau auf Dich zukommt.
Du wirst zornig. Du denkst: na so ein Arsch, ich habe erst gestern mein Boot neu angestrichen … und schon kracht das fremde Boot in Deins hinein. Du kannst die frische Farbe, die Du gestern so mühevoll aufgetragen hast, geradezu abblättern hören. Zorn!
Dann schaust Du genauer hin und siehst: das andere Boot ist leer. Niemand drin. Niemand, der Dich absichtlich gerammt hat.
Dein Zorn verfliegt. Du seufzt und denkst: ach was soll’s, dann muss ich demnächst eben noch mal streichen.
Die Sache ist für Dich damit gelaufen.“
Der Zen-Meister fuhr fort:
„So ist es mit allem im Leben und mit allen Menschen, denen Du begegnest:
Es ist, als würden wir von einem leeren Boot gerammt werden.“
Der Schüler sagte:
„Hmm, da ist was dran. Aber selbst wenn ich sehe, dass das Boot leer ist: ich werde erst einmal die ganze Welt verfluchen und mir einfach vorstellen, es säße jemand in dem Boot, der mir absichtlich schaden will.“
Da antwortete der Meister:
„Wohl wahr. So ticken wir Menschen. Doch je mehr wir üben, umso leichter können wir uns beruhigen und sehen, wie lächerlich und nutzlos es doch ist, an Zorn festzuhalten. Schuld ist immer das leere Boot.“
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Donnerstag, 18. September 2014

Expertenrunde

ich bin kein Experte
vieles habe ich mir angelesen
Erfahrungen von anderen gesammelt
und verarbeitet
trotzdem bin ich kein Experte.

Ein Experte hat Erfahrung
und weiss immer was zu tun ist.
Das erwartet man von einem Experten.
Viel Wissen. Viel Können.


Was kann ich denn schon ?
Atmen, essen, aufrecht gehen...
Ich bin kein Experte
versuche aber ständig mich zu verbessern

Ich möchte besser werden
vieles verbessern
an mir und an anderen
ich möchte schlauer sein
und mehr verstehen

Ich möchte mich gesünder ernähren
und gezielter bewegen
Ich möchte die Nerven behalten
wenn der Wahnsinn um mich tobt

 Ich möchte die Ruhe behalten
wenn mein innerer Kochtopf überläuft
Ich brauch ein dickeres Fell
wenn scharf geschossen wird

Ich möchte alles richtig machen
in einer Welt voller Fehler
Ich möchte Fehler vermeiden
und bin froh nicht den gleichen Fehler
dreimal zu machen.

Das passiert einem Experten nicht.
Das erwartet man nicht von einem Experten.

Doch die Erwartung ist oft mehr Feind als Freund.
Und dann passiert das Unerwartete.

 Die Souveränität macht einen Betriebsausflug.
Die Gelassenheit fliesst davon.

Zurück bleibt jemand der einst
seiner Umgebung das Gefühl gab
ein Experte zu sein.

eine Brille macht noch keinen Experten





Dienstag, 9. September 2014

Geregelt


Nichts ist einfach in diesen Tagen.

Ich brauche Geduld.
Viel Geduld.

Und Frieden.
Frieden mit mir und der Welt.

Ich brauche Ruhe.
Absolute Ruhe.

Man ist geneigt Regeln aufzustellen,
damit das Leben funktioniert.

Kann das Leben nach Regeln funktionieren ?

Kann das Leben ohne Regeln funktionieren ?


die Kunst ohne Regeln

Dienstag, 25. März 2014

science of silence

"Suche nach Ruhe – 
aber durch das Gleichgewicht,
 nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit."
Friedrich Schiller




Mich regt die Tatsache auf, 
dass sich niemand aufregt.

Dieter Hildebrandt (1927-2013), dt. Kabarettist