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Montag, 5. Mai 2014

Schubladendenkeralbtraum (3)

nun stehe ich da wo ich bin
mit diesem Musikgeschmack im Rücken
der nicht einzuordnen ist
und der sich wie ein roter Faden
durch mein Leben zieht.
Und immer wieder begehen Menschen
den Fehler mich in eine Schublade stecken zu wollen.
Mir selber passiert der Fehler bei anderen Menschen
allerdings auch öfter.
Die einen halten mich für einen Frühaufsteher
Die anderen halten mich für einen Langschläfer
Für manche bin ich der Lustige Unterhalter
Für andere bin ich der ruhige Langweiler
etc. etc.
Fleißig - faul
Trinker - Abstinenzler
usw usw. 

ich wandele zwischen den Extremen
und denke :
In der Mitte bin ich doch normal
nur bin nie in der Mitte
ich bin himmelhochjauchzendzutodebetrübt
Ein Wanderer zwischen den Extremen


aus der Schublade : Spiele


Nur mit Hilfe von augebildeten Fachleuten
darf ich mich in der Mitte aufhalten
und diese nicht mehr verlassen.
Damit man eine Schublade aufmachen
und mich dort hinein stecken kann.
auf der Schublade steht dann "Normal"

Teil 2 : Schubladendenkeralbtraum

Schubladendenkeralbtraum (2)

Rückblick in die Zeiten der Mixtapes.
(für Spätgeborene : Selbstaugenommen Kassetten / vgl. Mix-CD, MP3-Playlist)

Ich wollte meinen Musikgeschmack nie auf einen Stil festlegen lassen,
ich mochte es rockig krachig und gefühlvoll ruhig
ich mochte dunkel-traurig und spaßig-punkig
Ich mochte rohe Energie und großen Pathos
ich mochte große Sounds und kleine Soundfrickeleien
Ich mochte tanzbares und chilliges
Ich mochte Musik die nicht dem Radioeinheitsbrei entsprach
Kurz : ich mochte Musik
und ich machte Mix-Tapes
Für mich und für alle die Musik mochten
Für alle die ich in meinem Auto umherkutschierte
Musik bestimmte mein Leben.
und mein Musikgeschmack passte in keine Schublade
und so hieß den auch eine der legendären Kassetten :
Ein Schuladendenkeralbtraum.

ein Elefant passt nicht auf einen Kinderarm

Mein Musikgeschmack hüpft von Schublade zu Schublade
nimmt hier was mit
läßt da was liegen
hüpft schnell umher
ist nicht zu fassen
und doch so hitverdächtig.

(Ende Teil 2)


Freitag, 18. Oktober 2013

Musikgeschmack


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Es beginnt mit Punk und endet mit Country:
 wie britische Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden haben, durchläuft unser Musikgeschmack im Laufe unseres Lebens fünf Phasen. Diese orientieren sich an sozialen und psychologischen Bedürfnissen.
So gehe es in den ersten Phasen vor allem darum, seine Identität zu finden, bevor man später mit der Musik Intellekt, Status und größeres emotionales Verständnis ausdrücken möchte. So bewege man sich von der "intensiven Phase" der Punk-Tage als Teenager bis zuletzt hin zu "unprätentiöser" Musik wie Country und Folk, wenn man nicht mehr das Bedürfnis habe, von Gleichaltrigen akzeptiert werden zu müssen.
Die musikalischen Phasen seht Ihr hier im Überblick
 (M steht für "mellow", U für "unpretentious", S für "sophisticated", I für "instense" und C für "contemporary"):

THE FIVE STAGES

  • The first is the 'intense' period when punk or metal dominates adolescence as teens explore their own identity.
  • After that listeners gravitate towards 'contemporary' electronic and R&B music which reflects the autonomy of early adulthood.
  • That phase of 'romantic, emotionally positive and danceable' music gives way to a 'Mellow' period as listeners search for love and start families.
  • Following that is the 'sophisticated' age of jazz and classical pieces.
  • And finally as we mature and lose the need for peer approval we become more inclined to 'unpretentious' music such as country and folk.
Die Studie basiert auf Daten von über einer Viertelmillionen Teilnehmer über einen Zeitraum von zehn Jahren.
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Quelle : Musikexpress.de 
junge Bäume sind biegsamer