"Nimm Dir doch mal ein Beispiel an den Anderen!"
ja.
Nein.
NEIN!
Ich bin doch nicht diesen Weg gegangen
habe mir die Füße wund und schwielig gelaufen
habe mir blutige Nasen geholt
um mir jetzt am Ende des Weges
ein Beispiel an denen zu nehmen
die schon immer "ihren Weg" gegangen sind.
Nein.
Mein Weg ist schwierig,
weil er Ecken und Kanten hat.
Aber es ist ein Weg.
Kein leichter.
Und ein paar Umwege sind auch dabei.
Die nehm ich in Kauf.
Dadurch seh ich mehr
und kann mehr daraus lernen,
weil ich mich umgucke
während ich unterwegs bin.
Ja.
Dauert so länger.
Und es geht nicht so schnell.
Und ein paar vor die Fresse wird es noch geben.
Da muss ich durch.
Aber auch mein Weg ist nicht ohne Ziel.
Ich komm schon an.
Mit geradem Rücken.
Ohne Schuldgefühle.
Nicht Reich.
Nicht schön.
Nicht sexy.
Aber mit gutem Herzen.
Und ehrlich aufrechtem Gang.
Trotz all der wegbedingten Blessuren an den Beinen.
Und wenn es einer hören wollte,
würde ich sagen :
Hör in Dich hinein.
Schau was Dir wichtig ist
Dann überlegst Du wo Du hin willst
und was Du mitnehmen musst und mitnehmen willst.
Und dann gehe diesen "Deinen" Weg.
Und schön freundlich Grüßen.
Wir sehen uns am Wegesrand.
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Donnerstag, 13. August 2015
Montag, 12. Januar 2015
Vater Sohn Esel
>>>
Ḫoca war aber auch ein weiser Mann.
Eines Tages wollte er seinem Sohn eine Lektion erteilen, sich nie an den Menschen zu orientieren, denn egal wie man es dreht, sie seien immer unzufrieden.
So ritt er auf seinem Esel und ließ seinen Sohn neben ihm zu Fuß gehen,
woraufhin die Menschen ihn als unbarmherzigen Vater kritisierten.
Dann ließ er seinen Sohn auf dem Esel reiten und er ging neben ihm zu Fuß.
Die Menschen kritisierten ihn daraufhin, er habe seinem Sohn keine Manieren beigebracht.
Als beide gemeinsam auf dem Esel ritten,
kritisierten ihn die Menschen für seinen unbarmherzigen Umgang mit dem Esel.
Schließlich gingen beide zu Fuß neben dem Esel
und die Menschen zeigten auf ihn und belächelten ihn als einen Narr,
der ein Reittier habe und dennoch mit seinem Sohn zu Fuß ging,
statt auf dem Tier zu reiten.
<<<
Geschichte von Nasreddin Ḫoca
__________________________________________________________________________
Der prominenteste Protagonist humoristischer prosaischer Geschichten in der islamischen Geschichte ist Nasreddin Ḫoca. Seine historische Existenz ist umstritten; es wird angenommen, dass er im 13. und 14. Jahrhundert in Akşehir im südwestlichen Anatolien gelebt hat.
Ḫoca war aber auch ein weiser Mann.
Eines Tages wollte er seinem Sohn eine Lektion erteilen, sich nie an den Menschen zu orientieren, denn egal wie man es dreht, sie seien immer unzufrieden.
So ritt er auf seinem Esel und ließ seinen Sohn neben ihm zu Fuß gehen,
woraufhin die Menschen ihn als unbarmherzigen Vater kritisierten.
Dann ließ er seinen Sohn auf dem Esel reiten und er ging neben ihm zu Fuß.
Die Menschen kritisierten ihn daraufhin, er habe seinem Sohn keine Manieren beigebracht.
Als beide gemeinsam auf dem Esel ritten,
kritisierten ihn die Menschen für seinen unbarmherzigen Umgang mit dem Esel.
Schließlich gingen beide zu Fuß neben dem Esel
und die Menschen zeigten auf ihn und belächelten ihn als einen Narr,
der ein Reittier habe und dennoch mit seinem Sohn zu Fuß ging,
statt auf dem Tier zu reiten.
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Geschichte von Nasreddin Ḫoca
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Der prominenteste Protagonist humoristischer prosaischer Geschichten in der islamischen Geschichte ist Nasreddin Ḫoca. Seine historische Existenz ist umstritten; es wird angenommen, dass er im 13. und 14. Jahrhundert in Akşehir im südwestlichen Anatolien gelebt hat.
Dienstag, 17. Dezember 2013
Der Landstreicher und der Baum
Eine Geschichte vom Gehen und Bleiben
>>>
"Da stehst du nun", sagte der Landstreicher zum Baum. "Bist zwar groß und stark, aber was hast du schon vom Leben ? Kommst nirgendwo hin. Du kennst den Fluss nicht und nicht die Dörfer hinter dem Berg. Immer an der selben Stelle - du kannst einem leid tun."
"Da gehst du nun", sagte der Baum. "Immer bist du unterwegs. Hast keinen Platz, an den du gehörst - du kannst einem leid tun."
Der Landstreicher blieb stehen. "Hast du das wirklich gesagt ?", fragte er und schaute zum Baum empor. "Wer sonst ?", sagte der Baum. "Siehst du hier jemanden außer mir ?" "Nee", sagte der Landstreicher. "Meinst du wirklich, was du sagst ? Ich geh in die Welt Tag für Tag. Ich kenne die Menschen und die Häuser mit den reetgedeckten Dächern..." "Zu mir kommt die Welt", sagte der Baum. "Der Wind und der Regen, die Eichhörnchen und die Vögel. Und in der Nacht setzt sich der Mond auf meine Zweige."
"Jaja", sagte der Landstreicher. "Aber das Gefühl zu gehen - Schritt für Schritt - das kennst du nicht." "Mag schon sein", sagte der Baum. "Aber das Gefühl zu bleiben - Tag für Tag - das kennst du nicht." "Bleiben...", sagte der Landstreicher nachdenklich, "zu Hause sein - ach ja..." Und der Baum seufzte: "Gehen... unterwegs sein können - ach ja..." "Wurzeln haben", sagte der Landstreicher, "das muss ein tolles Gefühl sein". "Ja", sagte der Baum, "ganz ruhig und fest ist es. Und... wie lebt es sich mit Füßen ?" "Leicht", sagte der Landstreicher, "flüchtig und schnell".
"Wenn wir tauschen könnten", sagte der Baum, "für eine Weile..." "Ja", sagte der Landstreicher, "das wäre schön". "Lass uns Freunde sein", sagte der Baum. Der Landstreicher nickte. "Ich werde wiederkommen und dir vom Gehen erzählen." "Und ich", sagte der Baum, "erzähle dir dann wieder etwas vom Bleiben."
<<<
Text von von Elisabeth Hansen
bzw.
eine Geschichte von Gina Ruck-Pauquet
bzw.
...
es gibt im Internet weitere Personen die behaupten die Geschichte wäre von Ihnen.
Leider kann ich nicht recherchieren vom wem die Geschichte wirklich ist.
Von mir ist sie -leider - nicht.
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"Da stehst du nun", sagte der Landstreicher zum Baum. "Bist zwar groß und stark, aber was hast du schon vom Leben ? Kommst nirgendwo hin. Du kennst den Fluss nicht und nicht die Dörfer hinter dem Berg. Immer an der selben Stelle - du kannst einem leid tun."
"Da gehst du nun", sagte der Baum. "Immer bist du unterwegs. Hast keinen Platz, an den du gehörst - du kannst einem leid tun."
Der Landstreicher blieb stehen. "Hast du das wirklich gesagt ?", fragte er und schaute zum Baum empor. "Wer sonst ?", sagte der Baum. "Siehst du hier jemanden außer mir ?" "Nee", sagte der Landstreicher. "Meinst du wirklich, was du sagst ? Ich geh in die Welt Tag für Tag. Ich kenne die Menschen und die Häuser mit den reetgedeckten Dächern..." "Zu mir kommt die Welt", sagte der Baum. "Der Wind und der Regen, die Eichhörnchen und die Vögel. Und in der Nacht setzt sich der Mond auf meine Zweige."
"Jaja", sagte der Landstreicher. "Aber das Gefühl zu gehen - Schritt für Schritt - das kennst du nicht." "Mag schon sein", sagte der Baum. "Aber das Gefühl zu bleiben - Tag für Tag - das kennst du nicht." "Bleiben...", sagte der Landstreicher nachdenklich, "zu Hause sein - ach ja..." Und der Baum seufzte: "Gehen... unterwegs sein können - ach ja..." "Wurzeln haben", sagte der Landstreicher, "das muss ein tolles Gefühl sein". "Ja", sagte der Baum, "ganz ruhig und fest ist es. Und... wie lebt es sich mit Füßen ?" "Leicht", sagte der Landstreicher, "flüchtig und schnell".
"Wenn wir tauschen könnten", sagte der Baum, "für eine Weile..." "Ja", sagte der Landstreicher, "das wäre schön". "Lass uns Freunde sein", sagte der Baum. Der Landstreicher nickte. "Ich werde wiederkommen und dir vom Gehen erzählen." "Und ich", sagte der Baum, "erzähle dir dann wieder etwas vom Bleiben."
<<<
Text von von Elisabeth Hansen
bzw.
eine Geschichte von Gina Ruck-Pauquet
bzw.
...
es gibt im Internet weitere Personen die behaupten die Geschichte wäre von Ihnen.
Leider kann ich nicht recherchieren vom wem die Geschichte wirklich ist.
Von mir ist sie -leider - nicht.
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| ein Baum am Wegesrand |
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