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Mittwoch, 20. April 2016

merkwürdigkeit in verschiedenen Systemen





Hmm.
Gedankenspiele.
Da schafft es jemand,
den man nicht auf den ersten Blick für clever hält
einen richtig großen Batzen Geld zu hinterziehen.
Und  das seit Jahren…
Und keinem fällt das auf…
Jemand der in einer kleinen Stadtverwaltung
In einer Kleinstadt arbeitet.
Das hätte man nie gedacht.
Schon gar nicht in der Eifel.

In der Eifel,
wo vieles eigenen Gesetzen folgt.
Wenn es um Bier und Runden geht z.B.
„Jeder ist mal mit Rundengeben dran.“
Egal wie hoch der durchschnittliche Promillewert der Gruppe liegt,
egal wie lang der Bemessungszeitraum ist,
wenn da einer ist,
der keine Runde gibt,
gibt es irgendjemanden dem das auffällt
und dieses Fehlverhalten anspricht.
Jeder ist mal dran.

Hätte der kleine Mann versucht statt Geld Bier zu hinterziehen,
wäre das sehr schnell aufgefallen.

 Tja, so sind sie die Eifler:
man versteht sie nicht sofort
(das kann auch am Dialekt liegen) 
aber irgendwann mag man ihre Eigenarten dann doch irgendwie. 

Montag, 1. September 2014

Die Belanglosigkeit der Großstadt

14:00 Uhr Strassencafe.
Buntes, belebtes und beliebtes Veedel.
Frühstück.

da sitzt sie fast neben mir
und redet und erklärt 
und erzählt von Gott und der Welt.
Ihrer Welt.
Und Ihr Gott ist ein Algerischer Fußballspieler
mit einer auffälliger Frisur.
Ein Fußballer den selbst die Jungs nicht kennen.
Das macht Eindruck bei den Jungs.
Bei den Jungs bin ich mir aber mit fortlaufender Zeit
immer unsicherer ob sie noch zuhören,
oder irgendwie von ihr hypnotisiert worden sind
diese Stimme und die Leere in ihren Worten
lassen einen bestimmt schläfrig werden.
Permanent lässt sie eine Belanglosigkeit
nach der anderen los und trotzdem
fressen ihr die Jungs aus der Hand.
Das nennt man unkontrollierte Hormone.
Hormone töten Hirnzellen.

Wo ist der Eimer Eiswasser wenn man ihn braucht ?

Und ihre Welt ist groß.
Es gibt ja so viele Städte !
Städte in den sie schon war
und wo sie überall hinwill.
Und die Welt ist groß und ihre Möglichkeiten sind  ......

Und sie hat einen Plan.
Und wenn der Plan nicht klappt
macht sie das Gegenteil.
Das ist der Plan.
Das ist ihre Welt.
Die Großstadt und ihre Belanglosigkeit.

Gefangen in Slang der Jugend,
begrenzt von Nebensätzen
und der neuen Inhaltslosigkeit
von altbekannten Wörtern
strandet die Intelligenz flach an den Strand der Taubheit.

So sieht sie aus.
Jung. Unbedarft. Beliebig.
Sie möchte wirken.
Reif. Erfahren. Urban.
Sie ist nichts
außer der Belanglosigkeit der Großstadt.

Aus der Ferne betrachtet wirkt vieles viel kleiner
Weitblick. (oder die Großstadt aus großer Ferne)

Dienstag, 13. Mai 2014

heroes

wir laufen durch die Strassen
hungrig suchend
in jeder Nacht
wir träumen von
unendlicher Kraft
wir singen unsere Hymnen
an die Nacht
wir fangen Regentropfen
und Mondscheinstrahlen
wie die Kinder
die wir nie waren


Als die Nacht begann wurden wir wach 


Inspiriert für diesen Text wurde ich von der Coverversion
"Helden"  von Andrea Schroeder
die David Bowies "Heroes" covert.
Es stellte sich mir die Frage, wer dieses Lied singt.
Und ich hatte eine klare Vison von den Menschen in diesem Lied.
Und nun wollte ich die Menschen,
 dieses Songs darstellen ohne sie zu beschreiben.
Etwas von Ihrem Lebensgefühl einfangen ohne ein Bild zu malen.
Ich hoffe es ist mir ansatzweise gelungen.

Dienstag, 1. April 2014

perhaps the last

Barfuss ziehe ich durch die Stadt
Auf der Suche nach Überlebenden
Brauche jemanden zum Reden

Die Sonne scheint
Um mich herum brennt es
Dinge die man nicht braucht

Wahllos durchstreife ich ehemalige Strassen
Verlust von alten Geräuschen
Keine Spur von Kultur

Also ziehe ich weiter
Dorthin wo ich noch nie war
Es geht immer weiter

niemand weiss, was er hinterlässt 

 
affrocke

Mittwoch, 22. Januar 2014

Navigation

Veränderung

Die Zeiten ändern sich.
Dinge gegen die ich mich gewehrt habe
werden Bestandteil meines Lebens
CD... Handy ...DVD... Navigationsgerät...
und irgendwann kommt dann ein smartphone ...

Navigation

Niemals dachte ich, nicht ich ! Niemals !
Warum ein Navigationsgerät ?
Es gibt Strassenkarten und Tankstellen an denen man fragen kann
Man kann Passanten fragen oder man achtet halt genauer auf
Schilder und Strassennamen strengt die Konzentration an und
regt die Kommunikation an und es ist sooo abenteuerlich.
Seit die Tankstellen aber nur noch Blondinen oder Kiffertypen einstellen
weil es billiger ist und der gute alte Tankstellenbesitzer von der
Bildfläche verschwindet und seit Passanten selber nicht mehr
wissen in welcher Strasse sie sich gerade befinden
lohnt sich der Abenteuertrip in eine fremde Stadt
halt nur noch mit dem Navigationsgerät.
Selbst in der eigenen Stadt lässt man jetzt das Navi an
und erfährt die Strassennamen von den Strassen die man
rechts und links liegen lässt.
Wenn mich jetzt einer fragen würde....
aber jetzt ist es zu spät.
Jetzt fragt auch keiner mehr nach dem Weg.
Schade.

Ob Veränderung gut oder schlecht ist
läßt sich so nicht beantworten.

Navigationsgerät des Lebens






Donnerstag, 21. November 2013

Arme Leute

Arme Leute

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Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie.

Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: “Wie war dieser Ausflug?” “Sehr interessant!” antwortete der Sohn.

“Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?” “Oh ja, Vater, das habe ich gesehen.”

“Was hast du also gelernt?” fragte der Vater. Und der Sohn antwortete: “Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.”

Der Vater war sprachlos. Und der Sohn fügte noch hinzu: “Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind.”


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Verfasser unbekannt

Vorne See und Sonne, hinten : Schaukel

Donnerstag, 15. August 2013

Lebenszeichen

"Das Leben ist hart
aber das nehm ich in Kauf "

Thees Uhlmann


An dieser Stelle sei das Musikmagazin VISONS noch einmal empfohlen
Nicht nur weil der aktuellen Ausgabe die  Live CD von Thees Uhlmann
"Sommer in der Stadt" beiliegt.

Dienstag, 6. November 2012

Schlagloch-City

Die Stadt durch die ich gerade fahre, wird von nun an in meinen Geschichten immer "Schlagloch-City" heißen. Jeder versteht, was ich meine. Jeder fühlt sich ein bißchen zu Hause. Jeder kennt das Gefühl, durch Schlagloch-City zu fahren.
Und es kommt gar nicht darauf an, ob Köln mehr Schlaglöcher hat als Hamburg, Berlin mehr als Köln.
Das die Schlaglöcher in Düsseldorf schneller geflickt werden als in Bremen ist genauso egal, wie die Tatsache, daß die Schlaglöcher in Hessen am größten sind und in Baden Würtemberg am schnellsten geflickt werden. In manchen Orten wird das Loch nur schnell gefüllt und gestopft. In Städten mit U-Bahnen ist man ein bißchen vorsichtiger, die Strassenarbeiter in Stuttgart müssen ständig fürchten den ganzen schönen neuen Bahnhof zuzuschütten.
Die meisten Schlaglöcher entsehen zwar durch Eis, aber die kälteren Städte haben nicht mehr Schlaglöcher als die wärmeren Städte. Denn oft liegt es am Material und an der Technik. Und nicht nur am Fleiß der Arbeiter und am Geld, daß die Stadt nicht hat.

 Ich fahre gerade durch Schlagloch-City und Du weißt was ich meine ...



( am Ende der Schlaglöcher wartet ein Sonnenstrahl auf Dich )